Drei Jahre zeichnete, fräste, bohrte und lötete Stefan Dassel in seiner Werkstatt nahe München. Dann endlich war seine Neuerfindung der Wanduhr mit Namen Cloc serienreif. Ihr besonderer Reiz liegt im betont reduktionistischen Ansatz. Es handelt sich lediglich um zwei geschwungene Pfeile als Stunden- und Minutenzeiger, die getrennt voneinander – mithilfe unsichtbarer Halter – befestigt werden. Gestisch gesehen ist Dassels Uhr dennoch komplex und raumgreifend.
Cloc macht aus Zeit ein Ballett
Im Gegensatz zu den meisten anderen Uhrenmodellen, die das Verstreichen der Zeit mit tayloristisch-strenger Zweckmäßigkeit dokumentieren, macht Dassels Schöpfung aus der Wand eine Bühne – und aus Stunden und Minuten ein faszinierendes, lautloses Ballett.
Ihre individuellen Drehbewegungen vollführen die „Ballerinas“ im Prinzip wie die Zeiger einer normalen analogen Uhr. Weil jedoch das Zusammenspiel neben- und nicht übereinander stattfindet, wirkt das Ganze extravagant – oder treffender gesagt: exzentrisch. Zu Beginn verlangt Cloc also eine gewisse Umgewöhnung.

Außen hui, innen ebenfalls
Dass es neue Betrachtungsweisen eröffnet, ist nicht das Schlechteste, was sich über ein Design sagen lässt. Cloc besitzt indes noch viele weitere Vorzüge – außen wie innen.
Der edlen Anmutung der sorgfältig in einer von zehn Farben (auf Wunsch zudem in Sonderfarben) lackierten Pfeile steht solide und ausgefeilte Uhrentechnik gegenüber. Die versteckt untergebrachten Quarzuhrwerke aus dem Schwarzwald sind eine Spezialentwicklung. Durch sie wird der exakt synchronisierte Lauf der beiden unabhängigen Zeiger überhaupt erst möglich.

Keine Abkürzungen
Jedes Cloc-Uhrwerk läuft zunächst sechs Wochen zur Probe, bevor es mit dem farbigen Gehäuse verbunden und ausgeliefert wird. Bei jedem zehnten Exemplar wird zusätzlich der exakte Rundlauf überprüft. Auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit zahlt außerdem ein, dass alle wesentlichen Komponenten reparaturfreundlich verschraubt und nicht geklebt sind.
Konsequenterweise kommen für die Stromversorgung langlebige Akkus zum Einsatz, die circa alle 14 Monate mittels USB-C-Anschluss aufzuladen sind. Der Versand erfolgt mit voller Ladung. Auch hier nimmt der ehemalige Kreativdirektor einer Werbeagentur, der – passend zum Projekt – Maschinenbau und Philosophie studiert hat, keine Abkürzung.

Weitere Informationen:
Stefan Dassel
www.cloc.de


