Die 1960 in Kopenhagen gegründete Marke Stelton offeriert, wovon viele Firmen träumen: Ikonen des Alltags mit zugleich hohem Gebrauchswert. Unser Titelbild zeigt einen Teil der von Art déco inspirierten Serie Pilastro (Design: Francis Cayouette). © nguyen/Stelton

Skandinavische Haushaltsgegenstände und Geschirre, für die Stelton heute weltbekannt ist, bildeten nicht von Anfang an das Produktportfolio der dänischen Marke. War ursprünglich 1960 der Handel mit Möbeln und Sportschuhen vorgesehen, merkte man wenige Jahre nach der Gründung, dass sich mit Accessoires für den gepflegten Tisch mehr Geld verdienen ließ.

Von Vorteil war seinerzeit sicherlich, dass Exportmanager Peter Holmblad mit seinem Stiefvater Arne Jacobsen einen begnadeten Produktgestalter an der Hand hatte. So entwarf der auch als Architekt erfolgreiche Schöpfer zahlreicher Klassiker des Interior Designs, darunter die „Ameise“ getaufte Holzstuhl-Ikone, für Stelton eine Geschirrserie aus rostfreiem Stahl. Ein echter Gamechanger, denn die speziell für die Produktion angeschafften Maschinen zeichneten den weiteren Weg der Kopenhagener Firma vor.


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Auffallend unauffällig

Neben Edelstahl und Glas wurde Kunststoff zu einem für Stelton wichtigen und typischen Material. Man denke an die Isolierkanne EM77 aus der Feder von Erik Magnussen. Ihre schlanke zylindrische Form und ihr markanter halbkreisförmiger Griff verleihen ihr eine auffallende Unauffälligkeit – und einen Wiedererkennungswert, von dem die meisten Unternehmen träumen. Hervorragend fügt sich der minimalistisch-neutrale Entwurf in jedes beliebige Interieur ein.


 
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Produktbeispiele der Serie EM77.

Nebenbei bemerkt: Stelton versteht es gekonnt, das Interesse an der gesamten Serie EM77 aufrechtzuerhalten, indem man zusätzlich zu den Standard-Ausführungen regelmäßig Editionen in den jeweiligen Trendfarben anbietet. Wir wiederholen uns an dieser Stelle und erklären der Vollständigkeit halber: Mit Design hat das eigentlich nichts zu tun. Das so oft genutzte Prinzip fällt in die Rubrik Styling beziehungsweise Marketing.

Stelton und Nachhaltigkeit

Dass die Produkte unter dem bunten Anstrich aber durchaus etwas können, beweisen nicht zuletzt die vielen Auszeichnungen. Darüber hinaus darf man anerkennend anmerken, dass sich Stelton nicht auf früheren Erfolgen ausruht. Immer wieder identifiziert man neue Bedarfe und adressiert diese mit praktischen und formschönen Produkten, welche die Marken-DNA in Bezug auf visuelle Dauer und Robustheit teilen. Beides zahlt auf die Nachhaltigkeit ein.

Wassersprudler Brus in zwei beispielhaften Farbstellungen.

Ein Beispiel der letzten Jahre ist der Wassersprudler Brus von Søren Refsgaard. Hier ist das Less-is-more-Prinzip einmal mehr mustergültig umgesetzt. Nichts ließe sich ohne Preisgabe der Funktion weglassen. Und wenngleich die Getränkeindustrie das nicht gern hören wird: Wer mit Brus sprudelt, schont die Umwelt. Das fängt mit dem Wegfall des Transportes in Lkws  an und hört mit den eingesparten (Plastik-)Flaschen noch lange nicht auf.

Weitere Informationen:
Stelton A/S
www.stelton.com

Bildhinweis:
Unser Titelbild zeigt die von Art déco inspirierte Serie Pilastro (Design: Francis Cayouette). Für alle Fotos gilt: © nguyen/Stelton

 
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