Fünf Jahre dauerte die Sanierung und Restaurierung von Venedigs Alten Prokuratien am Markusplatz, die erstmals auch für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Mit dabei: Schwarzwälder Befestigungsprodukte aus dem Hause Fischer.

„Umbau eines alten Verwaltungsbaus abgeschlossen“, wäre auch ein möglicher Titel für diesen Beitrag gewesen. Das Thema Venedig ist dennoch kein albernes Clickbaiting – viel Lärm um wenig oder gar keine Substanz –, wie man es von den großen Publikumsseiten im Internet kennt. Die am Markusplatz gelegenen Alten Prokuratien, um die es hier geht, ihr historischer, geografischer und städtebaulicher Kontext – all das ist nämlich tatsächlich einmalig. Fischer, die bekannte Befestigungsmarke aus dem Nordschwarzwald, darf also mit Recht stolz sein, zur erfolgreichen Restaurierung und Sanierung des circa 500 Jahre alten Renaissancebaus beigetragen zu haben. Ein Teil davon wird jetzt erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich.

Einmal Verwaltungsgebäude, immer Verwaltungsgebäude?

Die aus drei miteinander verbundenen Gebäuden bestehenden Prokuratien sind benannt nach den ranghöchsten Verwaltungsbeamten der Lagunenstadt. Ihnen dienten sie als Wohn- und Wirkungsstätte. Der älteste Teil der Prokuratien, die Procuratie Vecchie, wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Im 16. Jahrhundert dann wurden sie nach einem Brand im Stil des Vorgängerbaus wieder aufgebaut. Zuletzt hatte das Versicherungsunternehmen Generali, in deren Besitz sich das architektonische Denkmal heute befindet, in dem 152 Meter langen Bau seinen italienischen Hauptsitz. Im Anschluss an die Restaurierungsarbeiten kehrt man in das erste und zweite Obergeschoss zurück. Im dritten Obergeschoss entstand ein öffentlicher Zugang zu Ausstellungsräumen und einem Café.

Fünf Jahre dauerte die anlässlich der Feierlichkeiten zum 190-jährigen Bestehen von Generali betriebene und von einer Sanierungsinitiative für das gesamte Gebiet rund um den Markusplatz begleitete Baumaßnahme. Mit ihr hatte man David Chipperfield Architects und das aus Venedig stammende Generalunternehmen RDE Sacaim SpA beauftragt.


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Zwei Nordschwarzwälder in Venedig: Injektionsmörtel von Fischer sorgt an den entscheidenden Stellen für Halt. Der legendäre S-Dübel der Marke schaffte es bereits in unsere Reihe „Design für die Ewigkeit“.

Moderne Befestigungstechnik trifft auf traditionelle Handwerkstechniken

Die Restaurierung der durch Arkaden und Friese gegliederten Fassade und der Umbau einer 12.000 Quadratmeter großen Nutzfläche im Inneren gestaltete sich anspruchsvoll. Hierzu der Ingenieur Daniele Penzo von Sacaim SpA: „Dies war ein ziemlich einzigartiges Projekt, da es aufgrund der Bausituation und wegen der Ansprüche des Planers notwendig war, die gleichen Methoden anzuwenden, die vor Jahrhunderten beim Bau der Alten Prokuratien verwendet wurden.“ Zu den traditionellen venezianischen Handwerkstechniken gehören Terrazzo an den Bögen, Pastellone-Fußböden, Tünche auf den Ziegel-Oberflächen, Marmorino und venezianischer Putz.

Zwei monumentale Treppen baute man komplett aus Holz. Genau wie alle neuen Decken. Vorhandene Decken wurden teilweise durch Hinzufügen von Holzteilen an den Enden der Balken und Wiederherstellung der Dielen renoviert. Die erdbebensichere Nachrüstung und Anpassung der Tragfähigkeit geschah unter Verwendung von Spezialschrauben, Metallverbindungen und mittels sicherer Verteilung der Lasten und Kräfte. Hierbei fanden Fischer-Befestigungsprodukte wie zum Beispiel die Power-Fast-Spezialschrauben Verwendung. Holzstifte, Nietverbindungen und andere alte Befestigungen tauschte man gegen moderne Schwerlastbefestigungen. Dazu zählt der Fischer-Injektionsmörtel „FIS EM Plus“, der über entsprechende statische Eigenschaften verfügt.

Weitere Informationen:
Fischerwerke GmbH & Co. KG
www.fischer.de

 
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