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Stilfragen: Was die Smartwatch dumm aussehen lässt

Wer unser Journal regelmäßig liest, wird sicherlich bemerkt haben, dass wir aus unserer Meinung über Smartwatches kein Hehl machen. Bemerkenswerte Erfindung? Ohne jeden Zweifel. Praktisches Helferlein für den Business-Alltag? Gut möglich. Von all dem aber, was eine Uhr bedeutsam und unersetzlich werden lässt – etwa indem sie an eine geliebte, vielleicht bereits schmerzlich vermisste Person

 

Wem die Stunde schlägt: Laurent Ferrier Minute Repeater

Mit der Erfindung des Repetitionsschlagwerks vor dreieinhalb Jahrhunderten konnte ein Problem gelöst werden, das heutzutage eigentlich keines mehr darstellt: das Ablesen der Uhrzeit im Dunkeln. Damals fehlende Leuchtzeiger und allenthalben schnell anzuknipsende Lampen ersetzte ein Läutwerk. Stündlich, viertelstündlich, minütlich oder alle fünf Minuten signalisierte es akustisch das Verstreichen der Zeit. Entweder kontinuierlich oder durch manuelle Betätigung.

 

Eine Herzensangelegenheit: Breguet Reine de Naples Cœur

Es kommt nicht mehr allzu oft vor, dass Uhrenhersteller mit gänzlich neuen Spielarten der Zeitanzeige überraschen. Der Haute-Horlogerie-Marke Breguet ist genau das nun mit der Reine de Naples Cœur gelungen. Das exklusive, auf 28 Exemplare limitierte Damenmodell ziert eine durch vier Patente geschützte Komplikation von außergewöhnlicher Poesie und Grazilität. Im wahrsten Sinne des Wortes das

 

Reverso: „Drehbuch“ für Uhrenbegeisterte

Hinter dem Deckel wartet ein fesselndes Stück Uhrengeschichte. Umklappen genügt! Das gilt für das neue Buch, welches Jaeger-LeCoultre 2021 aus Anlass des 90-jährigen Jubiläums der Reverso zusätzlich zu einem Uhren-Sondermodell vorlegt. Das gilt aber ebenso für die legendäre, ursprünglich aus rein funktionalen Erwägungen entwickelte Uhr selbst, die mit ihrem markanten Wendegehäuse den harten Bedingungen des

 

Niemals Quarz: Blancpain Villeret

Die Schweiz Anfang der 1980er-Jahre: Fast zwei Drittel der Unternehmen aus der Uhrenindustrie haben die Quarzkrise nicht überstanden. Dementsprechend hoch sind die Jobverluste. 1969 hatten die Japaner das Wettrennen um die erste Quarz-Armbanduhr gewonnen. Hiernach wirkten mechanische Uhren plötzlich gestrig, sodass sich sogar viele der Schweizer Luxus-Marken genötigt sahen, im Kampf gegen die erstarkte Konkurrenz

 

Die feine englische Art, Teil 3: Spendor

East Sussex im Jahre 1969: Die Eheleute Dorothy und Spencer Hughes beschließen, ihre Fähigkeiten und Talente zu kombinieren und mit der Gründung der Lautsprechermarke Spendor den Schritt in die gemeinsame Selbständigkeit zu wagen. Der Name des Unternehmens, zugleich der Markenname, soll das widerspiegeln. Daher setzen sie ihn einfach aus den Anfängen ihrer Vornamen zusammen. Dorothy

 

Meisterhafte Kompositionen für zwei Hände: Klar Seifen

„Lavi in innocentia manus meas“, soll Pontius Pilatus nach der Verurteilung Jesu erklärt haben – er habe seine Hände in Unschuld gewaschen. Noch wesentlich älter als die neutestamentliche Heilsgeschichte ist die früheste bekannte Rezeptur für Seife. Vor fast 5000 Jahren verrührten Sumerer Öle und Pflanzenasche zu dem, was man heutzutage Grundseife nennt. Am Grundprinzip der

 

Design für die Ewigkeit, Teil 4: Jaeger-LeCoultre Reverso

Bringen Scherben wirklich Glück? Bewiesen ist, dass sie immer wieder neue Ideen befördern. Beispiel Armbanduhr: Als Uhrgläser noch aus zerbrechlichem Kristallglas bestanden, galt es, sie bei Arbeit, Sport und Spiel – und natürlich im militärischen Einsatz – besonders gut gegen Stöße zu schützen. Ein Ansatz waren am Gehäuse angebrachte Gitter. Diese erfüllten zwar ihren Zweck,

 

Stilfragen: Was macht die Herrenuhr zur Dress Watch?

Wer Manschetten hat, fühlt sich, wie man weiß, durch etwas eingeschüchtert. Nur wenigen ist bekannt, dass die Wendung dem Fechtkampf entlehnt ist. Beziehungsweise den einst so beliebten, überbordenden Spitzenmanschetten, die sich im Gefecht als äußerst unpraktisch herausstellten. Ob sich das menschliche Miteinander heutzutage, da Konflikte selten wortwörtlich ausgefochten werden, friedlicher gestaltet, ließe sich durchaus kontrovers

 

Die feine englische Art, Teil 2: KEF The Reference

Dass die British Broadcasting Corporation (BBC) eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen Schallwandlers spielte, erwähnten wir schon im ersten Teil unserer Reihe zu britischer High-Fidelity-Perfektion. Einer der damaligen BBC-Ingenieure, Raymond Cooke, wurde später technischer Direktor bei dem renommierten Lautsprecher-Hersteller Wharfedale aus West-Yorkshire, von dem ebenso bereits die Rede war, bevor er den Entschluss